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Kleinkinder teilen öfter, wenn sie die Wahl haben

Meldung vom Montag, 19. August 2013 - Ein Kleinkind dazu zu bringen, sein Spielzeug mit einem anderen Kind zu teilen, ist nicht einfach.

Viele Eltern belohnen ihr Kind deshalb, wenn es sich endlich dazu bereit erklärt. Das könnte aber kontraproduktiv sein. Das legt zumindest eine Studie im Fachblatt "Psychological Science" nahe. Den Autoren zufolge betrachten sich die Kinder dadurch nämlich selbst als jemand, der eigentlich nicht teilt, und nur durch die Belohnung dazu gebracht werden kann. Anders herum teilen Kinder öfter, wenn man ihnen die freie Wahl lässt. Die Forscher untersuchten für ihre Studie Drei- bis Fünfjährige. In dem Experiment wurden mehrere Gruppen gebildet, in denen die Kinder auf unterschiedliche Weise vor die Wahl gestellt wurden, Aufkleber zu teilen. Am schwierigsten war das zunächst für diejenigen Kinder, denen die Forscher völlig freie Hand ließen. Diese Kinder waren dafür in späteren Tests viel eher bereit, ihre Sachen mit anderen zu teilen. Das liegt den Wissenschaftlern zufolge daran, dass sie sich selbst nach dem ersten, freiwilligen Teilen in einem besseren Licht sehen. Dadurch seien sie auch später freundlicher zu anderen.

Quelle: DRadio Wissen

 

 

 




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