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Hirnforscher will Computermodell des zentralen Nervensystems bauen

Meldung vom Dienstag, 21. Juni 2011 - Weltweit gibt es mehr als fünf Millionen Forschungsarbeiten zum Hirn, mehr als 200.000 Wissenschaftler beschäftigen sich damit. Aber es gibt kein Modell, in dem all das neue Wissen zusammengeführt wird. Das könnte sich ändern. Wie die britische Zeitung "The Telegraph" schreibt, versucht ein Forscher an der staatlichen polytechnischen Universität in Lausanne, mit einer Computersimulation alle Prozesse in einem Gehirn darzustellen und zwar bis hinunter auf die Ebene der Moleküle. So könnte man viele Experimente am Computer durchführen. Das wäre besonders für die Pharmabranche interessant. Diese hat in den letzten Jahren ihre Forschung am Hirn zurückgefahren, weil sie zu teuer und zu kompliziert ist. Bislang schaffen es die Forscher in Lausanne, das Zusammenspiel von etwa 360.000 Neuronen darzustellen. Für ein komplettes Hirn müssen sie auf 100 Milliarden kommen. Ein teures Projekt. Die Universität hat bei der EU einen Förderantrag über viele Millionen Euro gestellt. Ob der durchgeht, steht im nächsten Jahr fest. Das Geld soll dann vor allem in den Bau eines neuen Supercomputers fließen.

Quelle: DRadio Wissen

 

 




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