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Kambrium

Das Kambrium ist das unterste chronostratigraphische System und die älteste geochronologische Periode des Paläozoikums und damit des Phanerozoikums in der Erdgeschichte. Das Kambrium entspricht etwa dem Zeitraum vor etwa 542 bis 488,3 Millionen Jahren. Darunter bzw. davor liegt das Ärathem bzw. die Ära des Neoproterozoikum (Äon Proterozoikum) mit dem Ediacarium. Darüber folgt das System bzw. danach die Periode des Ordoviziums. Aus den Schichten, die älter sind als das Kambrium, sind nur sehr wenige Fossilien bekannt geworden. Der gesamte Zeitraum von der Entstehung der Erde vor etwa 4,56 Milliarden Jahren bis zur Entwicklung der Tierwelt im Kambrium wird in der älteren Literatur auch als Präkambrium bezeichnet.

Kambrium

 

570 - 510 Millionen Jahre - Gepanzertes Leben in Meer - unbelebtes Festland

 

570 - 510 Millionen Jahre - Gepanzertes Leben in Meer - unbelebtes Festland


Name: Nach den kambrischen Bergen in Nord-Wales (Cambria = römischer Name für das nördliche Wales)

  • Den isolierten Kontinenten LAURENTIA, BALTICA und SIBIRIA liegt ein riesiger, südlicher Großkontinent GONDWANA gegenüber.
  • Ur-Mitteleuropa dicht am Südpol - die Antarktis am Äquator.
  • Großräumige Festlandsüberflutungen.
  • Erstes Auftreten von fossilisationsfähigen Hartteilen (Panzer, Schalen und Skelette).
  • Trilobiten stellen 60% der Fauna.
  • Sämtliche Grundbaupläne heutiger Tiergruppen, einschließlich der Wirbeltiere, bereits vorhanden.
  • Festland weiterhin unbesiedelt.


Die Welt:
Das Kambrium ist durch großräumige Meeresüberflutungen gekennzeichnet mit einem Höhepunkt im Mittel-Kambrium. Die Kontinente sind vollkommen anders verteilt als heute: Afrika, Süd- und Mittelamerika, Indien, Teile von Europa, die Antarktis und Australien bilden den südlichen Großkontinent GONDWANA. LAURENTIA, SIBIRIA und BALTICA sind noch isolierte Kontinentschollen.

Europa:
Nord- und Mitteleuropa gehören zwei verschiedenen Kontinentschollen an. Sie liegen beide auf der Südhalbkugel und sind vom Meer bedeckt.

Fauna und Flora:
Nach dem Aussterben der urtümlichen, noch nackten Ediacara-Fauna erscheinen zu Beginn des Kambriums völlig neue Tiergruppen. Alle heutigen Tierstämme, auch die Vorläufer der Wirbeltiere, sind dabei. Verschiedene Tiergruppen haben erstmals zum Schutz und zur Stütze des Weichkörpers fossilisationsfähige Panzer, Schalen und Skelette entwickelt. Die Fossilüberlieferung steigt dadurch explosionsartig an. Der Großteil der Fauna wird von Trilobiten und Brachiopoden gestellt. Der bereits im Kambrium wieder erloschene Stamm der Archaeocyathiden tritt in tropischen Meeren als Riffbildner auf. Außer einigen Algen, Flechten und Pilzen gibt es auf dem Festland keinerlei Lebewesen.

Berühmte Fundstätten:
Prager Mulde, Antarktis,

Burgess-Paß (Burgess-Shale) in British Columbia (Canada) mit Formen wie

Anomalocaris


Animation of Anomalocaris, a Burgess shale predator. Inspired by a drawing by Marianne Collins © copyright 1996

The Northern continents LAURENTIA, BALTICA and SIBERIA are separate from the southern continent GONDWANA which includes forerunners of Africa, South America, India, Antarctica and Australia. Central Europe lies in the southern hemisphere and modern Antarctica borders the equator. The continents are mostly covered by shallow seas, in which trilobites are the dominant animals. Ancestral forms of all animal groups, even the vertebrates, are already present. First fossil animals with hard parts. Land areas are barren of life except for algae and fungi.

About the Cambrian in the internet:
Cambrian: Stratigraphy - Localities - Life in the Cambrian from the International Subcommission on Cambrian Stratigraphy

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by Dr. Radut