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Biologie

Wie Suppenschildkröten dem Klimawandel trotzen

Meldung vom Mittwoch, 25. Januar 2012 - Papa eins und Papa zwei: Unter manchen Schildkrötenarten ist das gar nicht so unüblich. Wie ein internationales Forscherteam durch Erbgut-Analysen herausfand, haben Suppenschildkröten-Babys mehr als einen biologischen Vater. Die männlichen Tiere der untersuchten Population, die im Norden Zyperns lebt, paarten sich jeweils mit mehreren Weibchen. Nach Ansicht der Forscher wirkt dieses Verhalten der Inzucht entgegen - und damit der Gefahr, dass eine Population zusammenbricht.

Die Wissenschaftler erklären in den "Proceedings" der britischen Royal Society das Problem: Bei bestimmten Schildkrötenarten hänge das Geschlecht der Nachkommen davon ab, bei welcher Temperatur die Eier bebrütet würden. Bei der Suppenschildkröte führten höhere Temperaturen dazu, dass viel mehr Weibchen als Männchen schlüpften. Der Klimawandel führe durch die Erwärmung der Gewässer zu einem Weibchen-Überschuss. Das berge die Gefahr der Inzucht - der die Tiere aber mit ihrer Viele-Väter-Taktik entgingen.

Quelle: DRadio Wissen

 

 

Projekt untersucht ethische Aspekte der Genom-Totalsequenzierung

Meldung vom Donnerstag, 24. Februar 2011 - Die Entschlüsselung des kompletten menschlichen Erbguts birgt große Chancen. Diese Ansicht teilen viele Wissenschaftler, denn wer die individuellen Merkmale einer Person kennt, kann Diagnostik, Therapie und Prävention besser abstimmen. Die neuen Möglichkeiten der Genetik sorgen aber auch für Diskussionen im ethischen und rechtlichen Bereich. Mit diesen Fragen beschäftigen sich jetzt Forscher der Universittät Heidelberg. Ein Team aus Medizinern, Rechtswissenschaftlern und Biologen möchte klären, wie sich die Entschlüsselung des menschlichen Genoms auf die Arzt-Patienten-Beziehung auswirkt und inwieweit die Würde des Patienten geschützt werden muss. Das Forschungsprojekt soll ab März über drei Jahre laufen. Es wird etwa eine halbe Million Euro kosten.

Quelle: DRadio Wissen

 

 

Bestimmte Bakterien können menschliche DNA in ihr Erbgut einbauen

Meldung vom Montag, 14. Februar 2011 - Diese Bakterien haben es in sich. Gonokokken können menschliche DNA in ihr Erbgut einbauen. das berichten Biologen in einem Fachmagazin. Sie fanden demnach bei mehreren Stämmen der Erreger eine DNA-Sequenz aus dem menschlichen Genom. Gonokokken sind die Erreger der Gonorrhö, einer Geschlechtskrankheit. Für ihre Vermehrung sind die Mikroben ausschließlich auf den Menschen angewiesen. Die Wissenschaftler vermuten, der Einbau der fremden DNA könnte den Erregern geholfen haben, sich an den menschlichen Organismus anzupassen. Um Genaueres zu erfahren, seien jedoch weitere Studien nötig.

Quelle: DRadio Wissen

 

 

Wissenschaftler klären Wanderwege der Lederschildkröte

Meldung vom Mittwoch, 5. Januar 2011 - Mehr als 7.500 Kilometer. So viel hat eine per Satellit überwachte Lederschildkröte auf dem Weg von ihrem Brutgebiet in Afrika zu den Futtergründen in Südamerika zurückgelegt. Britische Wissenschaftler haben 25 weibliche Tiere fünf Jahre lang überwacht. Jetzt kennen sie drei Wanderrouten, die die Schildkröten üblicherweise nehmen. Damit sei auch ein besserer Schutz der bedrohten Tiere möglich, so die Forscher. Ihre Erkenntnisse stehen in der heutigen Ausgabe der "Proceedings of the Royal Society B". Lederschildkröten werden bis zu 2,5 Meter groß und über eine halbe Tonne schwer. Laut WWF sind sie wie andere Meeresschildkröten vom Aussterben bedroht. Grund sind vor allem die starke Nutzung der Strände und die Fischerei mit Langleinen.

Quelle: DRadio Wissen

 

 

Forscher belegen mithilfe von Korallen Veränderungen der Meeresströmung

Meldung vom Dienstag, 4. Januar 2011 - Korallen bilden wie Bäume Jahresringe aus. Diese Tatsache machte sich ein Team von internationalen Wissenschaftlern für die Klimaforschung zunutze. Sie untersuchten Tiefseekorallen und deren Ernährung, die sich in den Jahresringen zeigt. Im Fachmagazin "PNAS" beschreiben sie ihre Ergebnisse: In den vergangenen Jahrzehnten haben sich die Meeresströmungen im westlichen Nord-Atlantik stark verändert. Dort gibt es ein Wechselspiel zwischen dem kalten Labradorstrom und dem warmen Golfstrom, das sich auf das Klima auswirkt. Seit den 1970er Jahren war das Wasser dort wärmer und damit nährstoffreicher. Diese Entwicklung zu einer Wärmephase sei in den vergangenen zwei Jahrtausenden einzigartig, so die Forscher. Andere Ursachen für die Veränderung der Korallen schlossen sie aus.

Quelle: DRadio Wissen

 

 

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by Dr. Radut