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Hepatitis

Impfung gegen chronische Infektionen: Forschern machen großen Schritt vorwärts

Meldung vom Montag, 15. April 2013 - Impfungen haben viele Krankheitserreger bereits eingedämmt.

Aber einen Nachteil hat die Impfung: Sie muss prophylaktisch erfolgen. Jetzt hat ein internationales Forscherteam mit deutscher Beteiligung einen neuen Mechanismus entdeckt, der helfen könnte, dass eine Impfung auch im Nachhinein erfolgreich ist. Wie die Wissenschaftler im Fachjournal "Nature Immunology" schreiben, haben sie mit Hepatitis-Viren an Tieren geforscht.

Die Wissenschaftler haben laut eigenen Aussagen ein neues Impfprinzip gefunden. Bei allen Impf-Verfahren stehen die T-Zellen im Mittelpunkt. Sie erkennen Erreger wieder und können sie abtöten – aber nur wenn dieser Erreger nicht bereits eine chronische Infektion ausgelöst hat. Der neue Weg führt laut den Forschern aber zu einer bisher nicht geahnten und sehr starken Vermehrung der T-Zellen in der Leber. Diese vielen Zellen könnten dann auch bereits lange bestehende chronische Infektionen heilen.

Diese Form nennt sich therapeutisches Impfen. Dabei soll das Immunsystem als Helfer gegen Krankheiten gewonnen werden, sodass diese schlussendlich geheilt werden können.

Quelle: DRadio Wissen

 

 

Gestresste Zellen aktivieren Hepatitisviren

Meldung vom Samstag, 11. Februar 2012 - Manchmal ergibt eins und eins eben doch nicht zwei. Davon haben sich Wissenschaftler vom Deutschen Krebsforschungszentrum und der Uni Heidelberg überzeugt. Sie suchten nach einer geeigneten Therapie für Empfänger von Spenderorganen. Deren Immunsystem muss gedämpft werden, damit es das fremde Organ nicht abstößt. Gleichzeitig muss der Körper aber weiterhin in der Lage sein, Virusinfekte in Schach zu halten.

Nun gibt es bereits Substanzen, die beide Zwecke erfüllen. Wie die Wissenschaftler feststellten, geht die Rechnung "1 + 1 = 2" aber trotzdem nicht immer auf. Zum Beispiel bei Patienten, die wegen Hepatitis B eine fremde Leber bekommen haben. Der Grund: Wenn die Substanzen das Immunsystem dämpfen, führt das zu Stress in den Abwehrzellen. Es bildet sich ein Stressprotein, das die Hepatitis-Infektion wieder aufflammen lässt.

Nach Angaben der Forscher geschieht also genau das Gegenteil dessen, was eigentlich bezweckt war.

Quelle: DRadio Wissen

 

 

Forscher erklären Wirkung eines Anti-Viren-Medikaments

Meldung vom Dienstag, 3. Januar 2012 - Viren gehen immer mit List und Tücke zu Werk. Sie kapern die gesamte Produktionsmaschinerie der Zelle, die sie infizieren - und sparen sich so eigene Bauteile und Mechanismen. Forscher der Universitäten Chapel Hill in North Carolina und Colorado haben jetzt die Methode des Hepatitis-C-Virus entschlüsselt - und damit erklärt, warum ein entsprechendes Anti-Virus-Medikament gegen die Leberkrankheit wirkt.

Der Wirkstoff bindet an eine bestimmte Micro-RNA, die in Leberzellen vorhanden ist. Solche Moleküle bestehen jeweils nur für kurze Zeit. Ihre Funktion: die Maschinerie zu steuern, die während der Zellteilung angefahren wird. Genau hier greift auch das Hepatitis-C-Virus an: Es bindet an diese Micro-RNA und programmiert sie zu seinen Zwecken um. Das Medikament kann das verhindern: indem es selbst an diese RNA bindet und die Stelle sozusagen "besetzt".

Die Studie ist nachzulesen im Fachjournal "Proceedings of the National Academy of Sciences".

Quelle: DRadio Wissen

 

 

Hepatitis B-Impfung schützt nicht gegen alle Erregertypen gleichermaßen

Meldung vom Freitag, 28. Januar 2011 - Eine Impfung gegen Hepatitis B schützt nicht gleich stark gegen alle Erregertypen. Wie eine Studie der Universität Gießen zeigt, wirkt der Impfstoff gegen bestimmte Virus-Varianten zehn Mal schwächer als gegen andere. Die meisten Mediziner waren bisher davon ausgegangen, dass die Impfung vor allen Typen gleichermaßer schützt. Bekannt sind bisher neun Varianten des Erregers. Weltweit sterben jedes Jahr etwa 600.000 Menschen an der chronischen Leberentzündung.

Quelle: DRadio Wissen

 

 

Hepatitis C: Immunsystem mancher Menschen wehrt sich von alleine

Meldung vom Donnerstag, 11. November 2010 - Wo Impfung und Gegenmittel versagen, kann sich der Körper manchmal ganz alleine helfen. Das gilt für das Leber zerstörende Virus Hepatitis C. Eine Vorsorgeimpfung dagegen gibt es bislang noch nicht. Bei einigen Menschen wehrt sich das Immunsystem mit einem Killervirus aber von alleine. Forscher der Unikliniken in Heidelberg und Freiburg haben nun herausgefunden, wie dieses Killervirus funktioniert: Es setzt Eiweißstoffe frei, die das Wachstum der Hepatitis C-Viren bremsen. Ein Manko gibt es allerdings: Das Killervirus zerstört bei vielen Patienten auch die Leberzellen selbst.

Quelle: DRadio Wissen

 

 

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by Dr. Radut