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Demenz

Hirnforschung: Von der Politik gefördert, von der Pharma-Industrie verlassen

Meldung vom Freitag, 12. April 2013 - Wenn Industriegesellschaften alt werden, dann gibt es immer mehr psychische Störungen wie Alzheimer, Demenz oder Depressionen.

Die USA und Europa stecken deshalb Milliarden in die Hirnforschung. Die EU hat das "Human Brain Project", die USA haben seit vergangener Woche das "BRAIN"-Projekt. Die Nachrichtenagentur Reuters schreibt allerdings, dass sich die Pharmaindustrie aktuell immer mehr aus der Hirnforschung zurückzieht. Der Grund: Es gebe zu wenig Aussicht auf Erfolg. Die Medikamente, die es gibt, seien gut. Dass man bald noch bessere finde, die mehr Geld einbringen, sei sehr unwahrscheinlich. Reuters schreibt, die Durchbrüche in der Hirnforschung dürften noch Jahrzehnte dauern. Pharma-Firmen seien aber an kurzfristigen Gewinnen interessiert. Reuters geht allerdings davon aus, dass viele Firmen wieder einsteigen werden, falls die Forschung doch Erfolge bringe.

Quelle: DRadio Wissen

 

 

 

Gehirn gleicht beginnende Demenz aus

Meldung vom Donnerstag, 19. Januar 2012 - Beginnt bei Menschen die Alzheimer-Krankheit, versucht es das Gehirn mit Höchstleistung: Es gleicht dann die Schwächen mancher Hirnregionen in anderen aus. Das melden Wissenschaftler des Forschungszentrums Jülich vorab; die komplette Studie veröffentlichen sie am 31. Januar in der Fachzeitschrift "Neurology". Demnach verstärkt das Gehirn die Aktivität in den Bereichen, die im Normalfall weniger stark arbeiten. Mit diesem Manöver werden Schwächen anderer Hirnregionen ausgegelichen. Das Denkorgan versucht also, auch weiterhin optimal zu funktionieren. Zu dem Ergebnis kamen die Forscher in einem Versuch mit 18 Alzheimer-Patienten und 18 gesunden Testpersonen: Alle sollten geometrische Aufgaben lösen. Per Kernspintomografie konnten die Wissenschaftler erkennen, dass die Personen mit beginnendem Alzheimer die Aufgabe genauso gut wie gesunde Personen lösten. Nur waren daran andere Hirnregionen beteiligt als bei Menschen ohne Alzheimer. Ab wann das Gehirn die Schwächen nicht mehr kompensieren kann, ist allerdings noch nicht klar. Das wollen die Forscher jetzt weiter untersuchen.

Quelle: DRadio Wissen

 

 

Demenz: Verhaltensauffälligkeiten auch im Gehirn sichtbar

Meldung vom Freitag, 23. Dezember 2011 - Wenn ein Mensch demenzkrank wird, merkt man es ihm an seinem Verhalten an. Forscher aus Leipzig haben nun zeigen können, dass man bestimmte Verhaltensauffälligkeiten, die mit der Krankheit einhergehen, auch im Gehirn sichtbar machen kann. Wie sie im Fachmagazin "Psychiatry Research Neuroimaging" schreiben, konnten sie nachweisen, dass einige dieser Auffälligkeiten mit einem reduzierten Stoffwechsel in bestimmten Gehirnregionen einhergehen. Die Forscher haben für die Studie 54 Patienten mit verschiedenen Demenzformen im Frühstadium untersucht. Das Ergebnis: Bei Menschen, die sich besonders apathisch und teilnahmslos zeigten, sei der Zuckerstoffwechsel einer Region im Mittelhirn beeinträchtigt. Die Neurowissenschaftler verabreichten den Betroffenen daraufhin schwach radioaktiv markierte Zuckermoleküle. Auf diese Weise hätten sie dann die genauen Hirnregionen mit einem reduzierten Zuckerverbrauch ausmachen können. Und an den Stellen sei die Stoffwechselaktivität vermindert.

Bisherige Untersuchungen hätten bereits Zusammenhänge zwischen Verhaltensauffälligkeiten und Gewebeschwund in bestimmten Gehirnregionen gezeigt. Den Wissenschaftlern zufolge ist es aber gut möglich, dass diesem Gewebeschwund eine verminderte Stoffwechselaktivität vorausgeht.

Quelle: DRadio Wissen

 

 

Forscher: Vitamin B12-Mangel erhöht Demenzrisiko

Meldung vom Dienstag, 27. September 2011 - Ein Mangel an Vitamin B12 erhöht das Risiko, an Demenz zu erkranken. Forscher des "Rush University Medical Centers" in Chicago haben Hinweise entdeckt, dass der Mangel an dem Vitamin dazu führt, dass im Alter die geistige Leistung nachlässt. Sie untersuchten 121 Personen über 65 über einen Zeitraum von viereinhalb Jahren. Fanden sie im Nervensystem der Probanden Hinweise auf einen B12-Mangel, schnitten diese bei Gedächtnistests deutlich schlechter ab, außerdem schrumpften mit der Zeit bestimmte Hirnareale. Die Forscher schreiben in einem Fachmagazin, dass so auch Demenz gefördert werde.

Vitamin B12 entsteht durch Mikroorganismen wie Bakterien, wenn diese zum Beispiel über ungewaschene Nahrung in den Darm aufgenommen werden. Die im eigenen Körper hergestellte B12-Ration reicht jedoch nicht aus, deshalb nimmt der Mensch das Vitamin hauptsächlich über tierische Lebensmittel auf: Besonders hoch ist die Konzentration in Leber, Schweinenieren und Hering, geringer ist sie in Fleisch generell, Milch und Eiern. Mittlerweile kann B12 auch synthetisch hergestellt werden.

Quelle: DRadio Wissen

 

 

Welt-Alzheimer-Bericht 2011: Demenz wird oft nicht erkannt

Meldung vom Dienstag, 13. September 2011 - Drei Viertel aller Demenzkranken wissen nicht, dass sie die Krankheit haben. Das geht aus dem Welt-Alzheimer-Bericht 2011 hervor. Wie die Forscher des Londoner King's College schreiben, gibt es weltweit etwa 36 Millionen Demenzkranke, bei bis zu 28 Millionen von ihnen sei die Krankheit aber nicht diagnostiziert worden.

Den Grund sehen die Wissenschaftler darin, dass Mediziner oft der Auffassung seien, Demenz sei eine normale Folge des Älterwerdens. Dadurch werde den Betroffenen der Zugang zu geeigneten Medikamenten verwehrt und sie müssten später teuer behandelt werden.

Quelle: DRadio Wissen

 

 

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by Dr. Radut