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Gehirn

Nervenwachstum im Gehirn raubt uns Kindheitserinnerungen

Meldung vom Montag, 27. Mai 2013 - Warum erinnern wir uns eigentlich nicht an den Blick, den wir als Baby aus dem Kinderwagen hatten?

Weil der Mensch ständig neue Hirnzellen ausbildet und dabei gleichzeitig alte Erinnerungen löscht. Diese Theorie haben Neurologen aus Toronto auf einer Fachtagung in Kanada vertreten. In Experimenten mit Mäusen erforschten sie die Gründe für diese "frühkindliche Amnesie".

Nach Angaben der Neurologen bildet der Mensch ständig neue Hirnzellen aus. Ihnen verdanken wir es, dass wir Neues lernen können. Gleichzeitig aber würden im Gehirn alte Erinnerungen gelöscht. Kurz vor der Geburt und danach sei dieses Phänomen besonders stark ausgeprägt. Denn zu dieser Zeit würden im Hippocampus, der Erinnerungszentrale des Hirns, die meisten neuen Zellen gebildet. Das führt nach Ansicht der Forscher dazu, dass wir uns an Ereignisse vor dem zweiten Geburtstag gar nicht erinnern und an solche bis zum siebten nur vereinzelt.

Quelle: DRadio Wissen

 

 

 

Kluge Hirne filtern unwichtige Informationen raus

Meldung vom Freitag, 24. Mai 2013 - Ein intelligentes Hirn belastet sich nicht mit unnötigen Informationen.

So ähnlich könnte man das Ergebnis einer Studie zusammenfassen, die im Fachblatt "Current Biology" erschienen ist. Die Forscher wollten herausfinden, ob sich die optische Wahrnehmung bei Menschen je nach Intelligenz-Quotient unterscheidet. Das Ergebnis hat sie überrascht: Probanden mit einem hohen IQ konnten zwar schneller erkennen, dass sich ein Bild mit Streifen bewegte. Ging es allerdings darum, etwas im Hintergrund zu erkennen, waren sie deutlich langsamer als Personen mit niedrigerem IQ. Die Forscher deuten das so: Bei intelligenteren Menschen filtere das Hirn unwichtige Informationen heraus. Die würden erst gar nicht verarbeitet.

Quelle: DRadio Wissen

 

 

Warum wir bestimmte Lieder gut finden

Meldung vom Freitag, 12. April 2013 - Ob wir ein Lied gut finden oder nicht, hängt davon ab, welche Musik unser Gehirn schon kennt.

So in etwa kann man die Ergebnisse von Forschern aus Kanada zusammenfassen. Sie haben untersucht, welche Hirnregionen stimuliert werden, wenn wir einen Song gut finden.

Das Ergebnis: Zum einen wird das Belohnungs- und Erwartungssystem aktiv, zum anderen die Regionen, die Situationen emotional bewerten. Die Forscher schreiben im Fachmagazin "Science", dass Musik uns besonders dann gut gefällt, wenn sie unseren Erwartungen entspricht. Und diese Erwartungen setzen sich aus dem zusammen, was wir bisher schon für Musik gehört haben. Alles, was zu Musik in unserem Gehirn gespeichert ist, empfiehlt uns also, neue Musik entweder gut oder schlecht zu finden.

Quelle: DRadio Wissen

 

 

 

Kokainabhängigkeit ist eine Fehlfunktion des Gehirns

Meldung vom Dienstag, 21. Juni 2011 - Nicht alle Menschen, die einmal Kokain nehmen, sind sofort von der Droge abhängig.

Wissenschaftler der Universität Cambridge haben jetzt Hinweise darauf gefunden, warum das so ist. In ihrer Studie mit 60 Abhängigen und ebenso vielen Nicht-Abhängigen fanden sie Unterschiede im Gehirn der Versuchsteilnehmer. Bei den Abhängigen war das Belohnungssystem offenbar aus der Bahn geraten: Die Strukturen, an denen das Kokain wirkt, waren deutlich vergrößert, und zwar unabhängig davon , wie lange sie die Droge schon nahmen. Nach Ansicht der Forscher könnte das ein Hinweis darauf sein, dass bestimmte Menschen anfälliger sind, eine solche Abhängigkeit zu entwickeln, bevor sie das erste Mal damit in Kontakt kommen.

Sie folgern: Kokainabhängigkeit liegt eine Fehlfunktion des Hirns zugrunde - und das könnte ein Ansatz sein, Therapien zur Vorbeugung zu entwickeln.

Die Studie ist nachzulesen im Fachmagazin "Brain".

Quelle: DRadio Wissen

 

 

Forscher: Alkohol verursacht temporäre Gehirnschäden

Meldung vom Dienstag, 31. Mai 2011 - Einen Faustschlag für das Gehirn - so nennt der chinesische Forscher Lingmei Kong das, was schon eine kleine Menge Alkohol anrichten kann. Eine entsprechende Studie stellte er beim Jahreskongress der Europäischen Neurologen-Gesellschaft in Lissabon vor. Untersucht wurden dafür gesunde Frauen und Männer im Alter von 20 bis 35 Jahren. Die Versuchspersonen zeigten selbst bei geringen Alkoholmengen bereits Symptome wie Niedergeschlagenheit, Kopfschmerzen oder Schwindel. Die Veränderungen im Gehirn konnten die Forscher durch ein neues Verfahren sichtbar machen.

Einen möglichen Trost hatten die Wissenschaftler aber auch parat: Der Schaden soll nicht dauerhaft sein. Wenige Stunden nach dem Alkoholkonsum waren die Werte wieder normal.

Quelle: DRadio Wissen

 

 

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by Dr. Radut