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Malaria

Malaria: Schimpansen entwickeln im Alter eine Immunität

Meldung vom Mittwoch, 29. Mai 2013 - Schimpansen werden mit dem Alter immun gegen Malaria-Erreger.

Das haben Forscher vom Max-Planck- und vom Robert-Koch-Institut herausgefunden. Sie haben zwei Monate lang Kotproben von Schimpansen in der Elfenbeinküste untersucht.

Fast jedes Tier war in den zwei Monaten mindestens einmal mit Malaria-Erregern infiziert. Bei den älteren Tieren wurden allerdings deutlich weniger Erreger nachgewiesen als bei den jüngeren. Laut den Forschern sind die Verbreitungsmerkmale einer Malaria-Infektion bei Affen mit denen beim Menschen vergleichbar: Beide werden mit den Jahren immun.

Die Wissenschaftler haben auch den Kot von 30 toten Schimpansen untersucht. Keiner von ihnen war durch Malaria gestorben.

Quelle: DRadio Wissen

 

 

 

Forscher: Malaria-Parasit beeinflusst Geruchssinn von Mücken

Meldung vom Donnerstag, 16. Mai 2013 - Eine gruselige Vorstellung: Parasiten verändern das Nervensystem ihres Wirts und lenken so sein Verhalten.

Das kommt in der Natur häufiger vor. Ein Fall ist laut einem internationalen Forscherteam der Malaria-Parasit Plasmodium falciparum. Er befällt Stechmücken - und wird von ihnen auf den Menschen übertragen. Im Fachmagazin "PLOS ONE" beschreiben die Wissenschaftler ihren Versuch: Sie legten Fetzen getragener Strümpfe in Kästen, in denen sich entweder infizierte oder nicht infizierte Mücken befanden. Dann zählten die Wissenschaftler, wie häufig die Mücken die Stofffetzen anflogen, um zuzustechen.

Es zeigte sich, dass die infizierten Moskitos deutlich häufiger zustachen - wohl weil der Geruch sie viel stärker anzog. Die Forscher weisen nun darauf hin, dass bisher die meisten Studien zum Verhalten der Mückenart mit gesunden Insekten durchgeführt worden seien und empfehlen, auch mit befallenen Moskitos zu forschen.

Quelle: DRadio Wissen

 

 

 

Mehr Malaria-Tote als bisher angenommen

Meldung vom Freitag, 3. Februar 2012 - Die Tropenkrankheit Malaria fordert pro Jahr doppelt so viele Opfer wie bisher angenommen. Zu diesem Schluss kommen Wissenschaftler nach der Auswertung von Daten aus über 100 Ländern. 2010 seien 1,2 Millionen Menschen an Malaria gestorben - also weit mehr, als die Weltgesundheitsorganisation WHO schätzt. Wie die Forscher im Fachmagazin "The Lancet" berichten, ist vor allem die Zahl der erwachsenen Opfer gravierend unterschätzt worden. Statt 90.000 Toten seien über 500.000 Erwachsene an Malaria gestorben. Wer sich als Kind angesteckt habe, könne entgegen bisheriger Annahmen später erneut krank werden.

Insgesamt sei die Zahl der Opfer zwischen 1980 und 2010 zurückgegangen. Das höchste Risiko besteht den Angaben zufolge nach wie vor in Afrika. Die Forscher gehen davon aus, dass die Opferzahl erst in knapp zehn Jahren auf unter 100.000 jährlich sinken könnte. Dafür müssten die entsprechenden Gesundheitsprogramme weiterhin ausreichend finanziell unterstützt werden.

Quelle: DRadio Wissen

 

 

Wissenschaftler stellen Malaria-Karten-Sammlung zusammen

Meldung vom Montag, 23. Januar 2012 - Zentralafrika, Indien, Südostasien - der Siegeszug des Malaria-Erregers ist auf der neuen Karte deutlich zu erkennen. Auf der Webseite des "Malaria Atlas Project" gibt es mehr als 1.000 Karten und Tabellen rund um Malaria durch den Erreger Plasmodium falciparum, der tödlichsten Art der Krankheit. Die Karten sind das Ergebnis von zwei Jahren Datensammlung - und modellierung von Wissenschaftlern aus aller Welt. Dabei wurden Krankenhausdaten zu Malaria selbst und Vorerkrankungen, aber auch solche zu Bevölkerungszahlen und Klima miteinbezogen.

Dem Leiter des Projekts zufolge braucht es detaillierte Karten, um Fördergelder zu verteilen. Die Ergebnisse zeigten, dass das Erkrankungsrisiko auch über kurze Distanzen extrem schwanke. Sie könnten daher eine praktische Anleitung geben, wie die Krankheit bekämpft werden könne.

Quelle: DRadio Wissen

 

 

So kam die Malaria nach Südamerika

Meldung vom Dienstag, 27. Dezember 2011 - Sie ist auch bekannt als Sumpffieber oder Wechselfieber und wird von Stechmücken übertragen - die Malaria. Bisher waren sich Forscher nicht ganz einig, wie die Krankheit nach Südamerika gelangt ist. Mögliche Theorien: Entweder wurde sie durch Europäer eingeschleppt, die im 16. Jahrhundert einwanderten, oder sie kam durch den afrikanischen Sklavenhandel nach Südamerika.

Nun soll das Rätsel gelöst sein: Forscher der Universität Montpellier schreiben im Fachmagazin "PNAS", dass sie den Ursprung gefunden hätten. Ihren Untersuchungen zufolge ist der Erreger mit dem Sklavenhandel von Afrika nach Südamerika gelangt. Die Forscher analysierten Malaria-Erreger in infizierten menschlichen Blutproben. Sie stammten unter anderem aus Afrika, dem Mittleren Osten, Südostasien und Südamerika. Die Forscher bestimmten die genetische Verwandtschaft der Erreger und entdeckten überall den afrikanischen Ursprung.

Quelle: DRadio Wissen

 

 

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by Dr. Radut