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Erdbeben

US-Studie: Tropenstürme begünstigen Erdbeben

Meldung vom Freitag, 9. Dezember 2011 - Erdbeben können durch vorangegangene Tropenstürme verursacht werden. Davon sind Forscher der Universität Miami überzeugt. Sie untersuchten die Daten starker Erdstöße in Taiwan und Haiti und fanden heraus, dass sich schwere Erdbeben in der Regel innerhalb von vier Jahren nach einer sehr feuchten Wirbelsturmsaison ereigneten. Die heftigen Niederschläge hätten eine weitreichende Erosion zur Folge, wodurch die Oberfläche über einer Bruchstelle im Untergrund an Material und somit an Gewicht verliere. Dadurch könne die Erde leichter beben.

Die Theorie der Forscher trifft allerdings nur für Gegenden mit Verwerfungslinien und erheblichem Gefälle zu. Weitere Untersuchungen sollen jetzt in den Philippinen und in Japan vorgenommen werden.

Quelle: DRadio Wissen

 

 

Wieso kam es zum Beben im Osten der USA?

Meldung vom Mittwoch, 24. August 2011 - Der Osten der USA ist eigentlich keine Region, die als erdbebengefährdet gilt. Sie liegt weit weg von Erdplattengrenzen, an denen sich die meisten Beben ereignen. Trotzdem gab es im US-Bundesstaat Virginia gestern einen starken Erdstoß. Wie "Spiegel-online" berichtet, fanden Geologen in der Region kilometertiefe Nahtzonen von Südwest nach Nordost, an denen Gesteine aneinander vorbeischrammen. Das seien die früheren Verbindungsstellen zwischen Europa und den USA, bevor der Großkontinent Pangäa auseinanderbrach und sich die Erdteile trennten. Das Gestein sei damals so unter Spannung gesetzt worden, dass es noch heute zu Erdbeben kommen könnte, wenn sich einzelne Felspakete bewegten.

Quelle: DRadio Wissen

 

 

Mangrovenwälder schützen bei Erdbeben

Meldung vom Montag, 27. Juni 2011 - Häuser in Erdbebengebieten kann man vor dem Einsturz bewahren, indem man ihr Fundament auf riesige Gummikissen stellt. Uralte, abgestorbene Mangrovenwälder erfüllen aber offenbar den gleichen Zweck. Das haben französische Wissenschaftler herausgefunden und schreiben darüber in einem Fachblatt ("Bulletin of Seismological Society of America").

Sie führten ihre Untersuchungen an Küsten in der Karibik durch. Bohrungen ergaben, dass der Boden dort aus einer bis zu 33 Meter dicken Schicht aus alten, abgestorbenen Mangrovenbäumen besteht. In den Bohrlöchern plazierten die Forscher Sensoren und konnten so zeigen, dass die zerstörerische Kraft vergangener Erdbeben durch die Mangroven-Schichten erheblich abgeschwächt wurde. Bei einem Beben vor vier Jahren auf der Insel Martinique seien auf diese Weise größere Schäden verhindert worden. Nach Angaben der Wissenschaftler könnte man diesen natürlichen Erdbebenschutz nutzen und Häuser künftig gezielt auf Mangroven-Böden bauen.

Quelle: DRadio Wissen

 

 

Einzelheiten zum Erdbeben in Japan vorgelegt

Meldung vom Freitag, 20. Mai 2011 - Japan liegt jetzt weiter östlich. Neue Daten zu dem schweren Erdbeben am 11. März zeigen, dass sich der Meeresboden vor der japanischen Küste um mehr als 20 Meter unter die pazifische Erdplatte geschoben hat. Dadurch verschob sich das Land um fast viereinhalb Meter in Richtung Kalifornien, und die japanische Küste senkte sich um 66 Zentimeter. Wissenschaftler der Technischen Hochschule von Kalifornien haben mit den neuen Messdaten von mehr als 12.000 Sensoren das Erdbeben im Computer simuliert. Sie gehen davon aus, dass das Beben deshalb so stark war, weil die Erdplatten in der Region zuvor besonders lange nicht bewegten - vermutlich weil sie ein Berg am Meeresboden verkeilt hatte. Das letzte Beben dieser Größenordnung in Japan liegt 1150 Jahre zurück. Die Forscher haben allerdings keine Hoffnung, dass ihre Messdaten helfen, künftige Beben vorherzusagen. Erdbeben seien schlicht überhaupt nicht vorhersehbar.

Quelle: DRadio Wissen

 

 

Erdbeben-Risiko in der Andenregion laut Forschern unterschätzt

Meldung vom Montag, 9. Mai 2011 - In den Anden könnte es wesentlich stärkere Erdbeben geben, als bisher angenommen. Davor warnt ein internationales Team von Geophysikern in der Fachzeitschrift "Nature Geoscience". In Bolivien und angrenzenden Regionen in Peru, Chile und Argentinien könnten Beben mit einer Stärke von bis zu 8,9 möglich sein. Bisher waren Wissenschaftler von maximal 7,5 ausgegangen.

Grund für die Bebengefahr in dem Gebiet ist die Verschiebung der Erdplatten. Die Forscher bestimmten die Geschwindigkeit, mit der sich die obere Erdkruste der Anden bewegt. Dazu führten sie mit Hilfe von GPS-Satelliten Positionsmessungen durch. Wie die Forscher herausfanden, verschiebt sich das zentrale Andenplateau an verschiedenen Stellen unterschiedlich schnell. Dadurch baue sich Spannung auf. Aktuell würde sie nach Einschätzung der Forscher für ein Erdbeben der Stärke 7 ausreichen. In den nächsten Jahrhunderten könnte sich die Spannung aber weiter aufbauen und dann zu dem befürchteten Starkbeben führen.

Quelle: DRadio Wissen

 

 

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by Dr. Radut