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Neandertaler

Steinzeit-Menschen haben relativ früh abgestillt

Meldung vom Donnerstag, 23. Mai 2013 - Stillen ist gut für das Kind, heißt es immer wieder. Außerdem ist es ja natürlich.

Aber wie haben es die Menschen in der mittleren Altsteinzeit gehalten, vor 100.000 Jahren? Forscher aus New York haben entdeckt, dass Kinder zur Zeit der Neanderthaler schon relativ früh abgestillt wurden. Gut sieben Monate gab es nur Muttermilch, dann bekam das Baby eine Zeit lang zusätzlich feste Nahrung. Mit knapp eineinviertel Jahren hörte die Mutter schließlich ziemlich abrupt ganz auf mit dem Stillen.

Im Fachblatt "Nature" schreiben die Forscher, dass sie das durch die Barium-Verteilung im Zahnschmelz herausgefunden haben. Kinder nehmen das chemische Element fast nur über die Muttermilch zu sich, heutzutage auch über Flaschenmilch.

Die New Yorker Wissenschaftler hatten für ihre Forschungen einen fossilen Kinderzahn untersucht.

Quelle: DRadio Wissen

 

 

 

Neandertaler starben vor 50.000 Jahren fast aus

Meldung vom Dienstag, 28. Februar 2012 - Die meisten Neandertaler starben bereits aus, bevor der moderne Mensch zu ihnen nach Europa kam. Nach Angaben eines internationalen Forscherteams war das bereits vor rund 50.000 Jahren der Fall.

Lediglich eine kleine Population hielt sich demnach für weitere 10.000 Jahre, bis schließlich der Homo sapiens in Europa eintraf.

Die Wissenschaftler stützen ihre These auf die Analyse von urzeitlicher DNA. Das Erbgut der untersuchten Neandertaler-Reste wies demnach nur wenige Variationen auf. Das deute darauf hin, dass die Neandertaler in den letzten Jahrtausenden ihrer Existenz nur in geringer Zahl vorhanden waren.

Quelle: DRadio Wissen

 

 

Mammutknochen waren Baumaterial für Häuser der Neandertaler

Meldung vom Donnerstag, 22. Dezember 2011 - In Häusern leben, die aus Knochen gebaut sind? - Für den ein oder anderen ist das wahrscheinlich eine gruselige Vorstellung. Nicht so für unsere Vorfahren vor 44.000 Jahren. Ein Archäologenteam des Nationalmuseums für Naturgeschichte in Paris gab jetzt bekannt, dass es in der Ukraine Überreste eines Hauses aus Mammutknochen gefunden hat.

Nach Angaben der Forscher handelt es sich dabei um einen runden Bau aus Knochen der Gliedmaßen, des Schädels und des Kiefers. Für die Forscher ist es das erste Beispiel eines Wohnhauses, das in die Neandertalerzeit zurückgeht. Bislang gingen sie davon aus, dass die Frühzeitmenschen vor allem in Höhlen lebten.

Der Grund für den Gebrauch des Baumaterials wird in den Klimaschwankungen der Zeit gesehen. Das Haus habe an einer kälteren, kaum windgeschützten Stelle gelegen. Da kein Holz vorhanden gewesen sei, hätten sich die Neandertaler mit den Mammutknochen ausgeholfen.

Quelle: DRadio Wissen

 

 

Nasenvergleich zeigt: Homo sapiens haben feineren Geruchssinn als Neandertaler

Meldung vom Mittwoch, 14. Dezember 2011 - Dem modernen Menschen hat die eigene Nase offenbar stärker geholfen als bislang gedacht. Zu diesem Ergebnis kommt eine internationale Forschergruppe mit deutscher Beteiligung. Wie die Wissenschaftler in der Fachzeitschrift "Nature Communications" schreiben, hat der Homo sapiens im Vergleich zum Neandertaler einen sehr viel feineren Sinn für Gerüche. Eine Forscherin erklärte, der ausgeprägte Geruchssinn habe dem Homo sapiens wohl unter anderem geholfen, Mitglieder seiner Familie und seiner Gruppe wahrzunehmen und so ein starkes Sozialverhalten zu entwickeln. Das sei in der Evolution ein großer Vorteil gewesen.

Die Wissenschafler rekonstruierten mit Hilfe von Computern und fossiler Schädel die Gehirnformen von Neandertalern und Homo sapiens. Dabei habe sich gezeigt, dass die für Geruchsinformationen zuständigen Hirnstrukturen beim modernen Menschen etwa zwölf Prozent größer waren als beim Neandertaler. Die Untersuchungen zeigten, so die Forscher, dass die Bedeutung des Geruchssinns in der Entwicklung unserer eigenen Art neu beurteilt werden müsse.

Quelle: DRadio Wissen

 

 

Neandertaler passten sich nach der Eiszeit genauso gut an wie unsere Vorfahren

Meldung vom Freitag, 18. November 2011 - Das Verhängnis des Neandertalers war vielleicht, dass er es genauso wie der Homo sapiens machte. Dieser Theorie gehen Forscher im Fachmagazin "Human Ecology" nach. Sie werteten archäologische Funde aus ganz Europa aus und simulierten die Verteilung und das Wanderungsverhalten beider Menschenarten. Das Ergebnis: Die Neandertaler passten sich nach der letzten Eiszeit ähnlich gut an das wärmer werdende Klima an wie unsere Vorfahren. Beide dehnten ihre Gebiete nach Angaben der Forscher gleichermaßen aus, um ausreichend Nahrung zu finden. Der Neandertaler sei also flexibler gewesen, als bisher angenommen.

Doch durch die ähnliche Lebensweise hätten beide Arten konkurriert. Der Homo sapiens sei zahlenmäßig weit überlegen gewesen. Der enge Kontakt habe dazu geführt, dass sich beide Menschenarten wiederholt kreuzten. Im Laufe der Zeit seien dadurch die wenigen verbliebenen Neandertaler als genetisch und physisch erkennbare Menschenart verschwunden. Vor etwa 35.000 Jahren starb der Neandertaler aus.

Quelle: DRadio Wissen

 

 

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by Dr. Radut