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Schlaganfall

Nächtliche Atemaussetzer erhöhen laut Studie das Schlaganfall-Risiko

Meldung vom Mittwoch, 1. Februar 2012 - Die sogenannte Schlaf-Apnoe ist offenbar gesundheitsgefährdender als bislang bekannt.

Der Begriff bezeichnet nächtliche Atemaussetzer, von denen man bereits weiß, dass sie Herz-Kreislauferkrankungen hervorrufen können. Forscher der Technischen Universität Dresden haben jetzt herausgefunden, dass die Schlaf-Apnoe auch das Risiko von Schlaganfällen stark erhöht. In einer Studie zeigte sich nach Angaben der Wissenschaftler, dass 91 Prozent der von ihnen untersuchten Schlaganfall-Patienten auch unter der Apnoe litten. Sei ihnen häufiger als fünfmal pro Nacht die Luft weggeblieben, hätten sich in ihrem Gehirn Spuren von kleineren unbemerkten Schlaganfällen gefunden. Die Forscher forderten deshalb, dass eine Schlaf-Apnoe künftig genau so konsequent und frühzeitig behandelt werden sollte wie der Bluthochdruck und andere Hirnschlag-Risikofaktoren.

Quelle: DRadio Wissen

 

 

Forscher bestimmen nachträglich den Zeitpunkt eines Schlaganfalls

Meldung vom Mittwoch, 5. Oktober 2011 - Nur wer weiß, wann ein Schlaganfall war, kann ihn wirksam behandeln. Denn die effektivste Behandlung ist die so genannte Thrombolyse, mit der Blutgerinnsel im Hirn aufgelöst werden. Sie kann aber nur innerhalb der ersten viereinhalb Stunden nach einem Schlaganfall angewandt werden. Andernfalls drohen Hirnblutungen. Weil viele Schlaganfälle im Schlaf auftreten, konnte bisher bei jedem fünften Patienten der Zeitpunkt nicht genau benannt werden.

Jetzt ist es einer Forschergruppe des Universitätsklinikums Hamburg-Eppendorf gelungen, den Zeitpunkt des Schlaganfalls einzugrenzen - mit Hilfe eines Magnet-Resonanz-Tomographen, der Bilder von Gewebe und Organen liefert. In der Fachzeitschrift "The Lancet Neurology" schreiben die Forscher, dass sie mit einer Treffsicherheit von 87 Prozent bestimmen konnten, welche Patienten für eine Thrombolyse in Frage kamen.

Quelle: DRadio Wissen

 

 

Depressionen und Schlaganfallrisiko hängen zusammen

Meldung vom Mittwoch, 21. September 2011 - Zunächst einmal ist es bloße Statistik.

Forscher aus den USA haben Daten von 320.000 Menschen ausgewertet und dabei Folgendes festgestellt: Menschen, die an einer Depression erkrankt sind, erleiden offenbar viel öfter einen Schlaganfall als andere. Genauer gesagt liegt ihr Risiko um 45 Prozent höher. Ihr Risiko, an einem Schlaganfall zu sterben, war den Zahlen zufolge sogar um 55 Prozent erhöht.

Andere Studien hatten zuvor einen Zusammenhang zwischen Depressionen und Herzinfarkt und Herzkreislauferkrankungen gezeigt. Die Forscher vermuten eine ganze Reihe von Ursachen für diesen Zusammenhang: Der Hirnstoffwechsel und der Hormonhaushalt depressiver Menschen sei verändert, auch eine veränderte Immunreaktion und verstärkte Entzündungsneigung seien denkbar.

Quelle: DRadio Wissen

 

 

Britische Ärzte testen Fledermausspeichel bei Schlaganfall-Patienten

Meldung vom Montag, 5. September 2011 - Fledermäuse könnten in Zukunft Schlaganfallpatienten helfen. Ärzte in Großbritannien testen laut der Zeitung "The Telegraph" ein Medikament, das aus dem Speichel der Tiere gewonnen wird.

Bekannt ist, dass im Speichel ein Stoff ist, der das Blut nach einem Biss dünnflüssig hält, damit die Fledermäuse länger trinken können. Diesen Effekt wollen die Ärzte dem Bericht zufolge nutzen, um Blutgerinnsel im Gehirn aufzulösen. Der Vorteil des Fledermaus-Blutverdünners: Er wirke deutlich länger als herkömmliche Medikamente. Das könne unter anderem zu Erfolgen bei Patienten führen, die den Schlaganfall im Schlaf bekommen und erst Stunden später aufwachen.

Laut "The Telegraph" nehmen 40 britische Krankenhäuser mit 400 Patienten an dem medizinischen Versuch teil.

Quelle: DRadio Wissen

 

 

Forscher untersuchen Nervenzellen mit eingebautem Schutz vor Schlaganfällen

Meldung vom Mittwoch, 17. August 2011 - Bei einem Schlaganfall können im Gehirn Bereiche geschädigt werden, die für Sprache und Bewegungen zuständig sind. Forscher der Universität in der britischen Stadt Bristol arbeiten daran, diese Schäden in Zukunft zu verringern. Sie haben Nervenzellen entdeckt, die anscheinend einen eingebauten Schutz vor Schlaganfällen haben - die so genannten CA3-Zellen. Sie reagieren demnach weniger empfindlich auf den Neurotransmitter Glutamat, der bei einem Schlaganfall in großer Menge freigesetzt wird. Die Forscher aus Bristol schreiben: Bei dem Ausbruch der Krankheit sei es wichtig, Medikamente innerhalb weniger Minuten zu verabreichen. Das werde wohl auch in Zukunft so bleiben. Mit ihrem Ansatz sei es aber eventuell möglich, einen körpereigenen Schutz von Nervenzellen zu entwickeln.

Quelle: DRadio Wissen

 

 

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by Dr. Radut