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Psychologie

Psychologie: Was "Grübler" und "Macher" im Hirn unterscheidet

Meldung vom Montag, 2. Januar 2012 - Grübler oder Macher: Psychologen kennen diese beiden Verhaltenstypen. Und auch die meisten von uns wissen, zu welchem sie gehören. Das konnten Wissenschaftler der Ruhr-Universität Bochum jetzt nachweisen - und auch, dass sich diese Unterschiede sogar bis ins Gehirn zurückverfolgen lassen.

Die Wissenschaftler maßen dazu Reaktionszeit und Hirnströme ihrer Probanden gemessen, während diese eine Aufgabe lösten - und dabei immer wieder gestört wurden. Dabei zeigte sich: Handlungsorientierte waren im Test schneller und erfolgreicher als die Lageorientierten. Bei der Hirnstrommessung wurde bei den "Machern" eine Region schneller aktiv, die für die Handlungskontrolle wichtig ist.

Das liefert nach Auffassung der Bochumer Psychologen Hinweise, wie die Verhaltensunterschiede im Gehirn zustande kommen. Im Verhalten zeige sich immer wieder, dass "Macher" ihr Ziel deutlich vor Augen hätten und Störfaktoren ausblenden könnten. "Grübler" dagegen nähmen Bedrohungen bewusster wahr und seien deshalb auch anfälliger für Störfaktoren.

Quelle: DRadio Wissen

 

 

Wer 54323 tippt, hat LIEBE im Kopf

Meldung vom Freitag, 28. Januar 2011 - Wer die Nummer 72528 in sein Handy tippt, denkt dabei unbewusst an SALAT. Das behauptet ein Psychologe aus Würzburg. In einem Artikel im Journal "Psychological Science" schreibt er, Menschen kombinierten die gewählten Zahlen mit den Buchstaben auf der Tastatur - und so entstünden im Kopf Wörter. Für seine Studien ließ er knapp 200 Menschen Zahlenfolgen eintippen - einige Kombinationen ergaben Wörter wie SALAT oder LIEBE. Danach sollten die Teilnehmer auf einem Monitor schnell aufblitzende Wörter erkennen. Dabei kam heraus: Die Begriffe, die sie vorher als Zahlenfolge eingaben, erkannten sie schneller. Außerdem fragte der Psychologe seine Probanden, wie sie sich beim Eintippen der jeweiligen Nummernfolgen gefühlt hätten. Das Ergebnis: Nummern, die Begriffe wie LEICHE und ANGST ergaben, bekamen schlechtere Noten als beispielsweise FREUND oder STRAND.

Quelle: DRadio Wissen

 

 

Psychologie Heute: Wetter hat kaum Einfluss auf unsere Stimmung

Meldung vom Mittwoch, 12. Januar 2011 - Sonne macht fröhlich, Regen bedrückt? Davon sind viele überzeugt. Psychologen von der Universität Maastricht haben das jetzt wissenschaftlich untersucht - und konnten keinen Zusammenhang zwischen dem Wetter und der Stimmung finden. Darüber berichtet die Zeitschrift "Psychologie Heute". Mehr als 14.500 Menschen wurden online befragt und gaben Auskunft über depressive Störungen und wie schwer sie waren. Anschließend verglichen die Forscher die Antworten mit dem Wettergeschehen aus demselben Zeitraum. Statt Anhaltspunkte auf Winterdepressionen zu finden, entdeckten die Forscher, dass die Männer ihre schwersten depressiven Verstimmungen eher im Sommer hatten, die Frauen im Herbst.

Quelle: DRadio Wissen

 

 

Wörter können wehtun

Meldung vom Donnerstag, 7. Oktober 2010 - "Krampf": Wörter wie dieses tun weh. Den wissenschaftlichen Beweis dafür haben jetzt Forscherinnen aus Jena erbracht. Sie konfrontierten ihre Probanden mit Wörtern, die sich eindeutig auf Schmerz bezogen und Begriffen, die mit anderen Assoziationen besetzt sind. Gleichzeitig maßen sie die Hirnaktivität ihrer Versuchspersonen. Das Ergebnis: Beim Hören von "schmerzhaften" Worten sind die gleichen Regionen aktiv wie bei Erfahrungen körperlichen Schmerzes. Die Forscherinnen gehen davon aus, dass dadurch langfristig die Sensibilität für solche Reize steigt: ein möglicher Mechanismus, der dazu führen könnte, dass Schmerz chronisch wird. Als nächsten Schritt wollen die Psychologinnen untersuchen, welche Konsequenzen ihre Erkenntnisse für die Behandlung von Schmerzpatienten haben kann.

Quelle: DRadio Wissen

 

 

 

Psychologe: Selbstmordattentäter agieren oft abhängig-vermeidend

Meldung vom Mittwoch, 6. Oktober 2010 - Die Psyche vieler Selbstmordattentäter ist ähnlich gestrickt. Zu diesem Schluss kommt der israelische Psychologe Ariel Merari nach Gesprächen mit Männern, deren Bomben nicht explodierten; 15 von ihnen haben er und seine Mitarbeiter befragt. Merari berichtet in der Zeitschrift "Zeit Wissen", dass knapp zwei Drittel von ihnen ein schwaches Selbstbewusstsein zeigten: Sie könnten zum Beispiel Autoritätspersonen gegenüber nur schwer Nein sagen. Ein weiteres Fünftel der Attentäter ordnet der Psychologe als emotional instabil ein und kategorisiert sie als "impulsiven Typ". Außerdem kommt Merari zu dem Schluss, dass nur wenige Attentäter durch religiösen Fanatismus zu ihrer Tat motiviert sind. Vielmehr sei im Fall der von ihm Befragten die Demütigung ausschlaggebend, die durch die Besetzung der palästinensischen Gebiete durch Israel entstehe.

Quelle: DRadio Wissen

 

 

 

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by Dr. Radut