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HIV

Warum manche HIV-Infizierte nicht an Aids erkranken

Meldung vom Dienstag, 23. April 2013 - HIV ist nicht gleich Aids.

Denn nur, weil jemand mit dem HI-Virus infiziert ist, bricht die Krankheit noch lange nicht aus. Oft dauert das einige Zeit. Bei einigen wenigen Menschen bricht die Krankheit auch gar nicht aus. Forscher rätseln seit Jahren, warum das so ist.

Für die Zeitschrift "Spektrum der Wissenschaft" fasst der Harvard-Mediziner Bruce D. Walker den aktuellen Forschungsstand zusammen. Er untersuchte die DNA von den Menschen genauer, trotz HIV-Infektion kein Aids bekommen. Hinweise fand er auf Chromosom 6. Das ist für Immunfunktionen zuständig. Die veränderte Struktur bewirkt offenbar, dass die Erkrankten sehr starke Helfer-Zeller haben, die sofort zurückschlagen, wenn das HI-Virus angreift.

Mediziner hoffen, dass sie mithilfe dieser Erkenntnis vielleicht Medikamente entwickeln, die den Ausbruch von Aids verhindern.

Quelle: DRadio Wissen

 

 

Schuppenflechte könnte HI-Virus hemmen

Meldung vom Dienstag, 6. März 2012 - Hautverdickungen und Entzündungen sind Anzeichen dieser Hautkrankheit. Die nicht ansteckende Schuppenflechte kann Betroffene stark belasten. Jetzt hat ein US-amerikanisches Forscherteam herausgefunden, dass einige Patienten, die unter der Autoimmunerkrankung leiden, offenbar eine Genvariante haben, die sie vor HIV schützt. Im Fachblatt "PLoS Genetics" schreiben sie, die Patientengruppe weise eine ähnliche Genfrequenz auf, wie Menschen die als "HIV-Controller" bekannt sind. Bei ihnen bricht die Immunschwächekrankheit AIDS nicht aus, obwohl sie das HI-Virus in sich tragen.

Für ihre Studie hatten die Wissenschaftler die DNA von mehr als 1.700 Patienten mit Schuppenflechte und etwa 3.600 Menschen ohne die Erkrankung verglichen. Nach Ansicht der Forscher können die Ergebnisse helfen, die Entstehung von Autoimmunerkrankungen nachzuvollziehen und neue Wege bei der Behandlung von AIDS zu gehen.

Quelle: DRadio Wissen

 

 

Protein schützt Zellen vor HI-Viren

Meldung vom Montag, 13. Februar 2012 - Es hungert das AIDS-Virus förmlich aus. So beschreiben Wissenschaftler des Langone Medical Center New York die Arbeit eines Proteins mit dem Namen SAMHD1. Das Protein befindet sich in den weißen Blutkörperchen und ist den Forschern schon länger bekannt. Aber die Wirkungsweise nicht. Jetzt beschreiben die Forscher in der Fachzeitschrift "Nature Immunology", wie es die Ausbreitung von AIDS stoppen oder zumindest verlangsamen könnte.

Ein HI-Virus breitet sich normalerweise im Körper aus, indem es infiziertes Zellmaterial nachbildet. Ist den Forschern zufolge in einer Zelle aber das Protein SAMHD1 zu finden, zerstört es das infizierte Zellmaterial. Das infizierte Material könne also nicht mehr reproduziert werden. Das Virus werde auf diese Weise blockiert. Die Forscher hoffen, den neu entdeckten Mechanismus nutzen zu können, um neue Medikamente gegen HIV zu entwickeln.

Quelle: DRadio Wissen

 

 

HI-Viren verbreiten sich getarnt im menschlichen Körper

Meldung vom Donnerstag, 19. Januar 2012 - Die Fresszellen des menschlichen Immunsystems sind für HI-Viren besonders wichtig.

Eigentlich beseitigen die Fresszellen Viren und Bakterien. Doch die Aids-Erreger verstecken sich in ihnen und können so unerkannt durch den Körper wandern. Unerkannt deshalb, weil der Körper sie innerhalb der Fresszellen nicht als Fremdkörper identifizieren kann. So werden die Viren dann auch auf nicht infizierte Zellen übertragen.

Diese neuen Erkenntnisse hat ein Team aus Hamburger und Münchener Wissenschaftlern in der Fachzeitschrift "Journal of Virology" veröffentlicht. Der Mechanismus des Virus ermögliche es ihm, sich möglichst schnell im ganzen Körper auszubreiten. Die Entdeckung, so die Forscher, sei wichtig im Kampf gegen das HI-Virus. Man müssen sie nun dazu nutzen, neue therapeutische Ansätze zu entwickeln.

Quelle: DRadio Wissen

 

 

HIV: Mehr Erkrankte resistent gegen Medikamente als WHO bisher vermutet?

Meldung vom Donnerstag, 15. Dezember 2011 - Bei etwa fünf Prozent der Aidskranken in Afrika sprechen Medikamente gegen die Krankheit nicht mehr an. Das hat die Weltgesundheitsorganisation bislang geschätzt. Wissenschaftlern aus Deutschland, Tansania und Südafrika zufolge könnte diese Zahl aber zu niedrig sein. Wie die Universität Würzburg mitteilte, wurde bei einer Untersuchung am Viktoriasee in Tansania festgestellt, dass rund 15 Prozent der HIV-Erkrankten gegen die Medikamente resistent sind. Vor allem bei den über 25-Jährigen sei dabei ein gravierender Anteil mit resistenten Viren infiziert gewesen.

Die Forscher hatten für die Analyse 88 bisher unbehandelte Patienten einbezogen. Ob die Zahlen auf ganz Afrika übertragen werden können, sollen Untersuchungen in weiteren Regionen zeigen.

Quelle: DRadio Wissen

 

 

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by Dr. Radut