Skip to Content

Planetenforschung

In vielen Planetensystemen sind alle Plätze besetzt

Meldung vom Mittwoch, 17. April 2013 - Im Weltraum ist es ziemlich überfüllt.

Jedenfalls in vielen Planetensystemen: Dort kreisen die Planeten so dicht an dicht um ihren Stern, dass kein weiterer dazwischen passen würde. Sonst würde das System instabil. Das haben Forscher von der Universität Kalifornien in Los Angeles herausgefunden.

Sie haben Daten des Weltraumteleskops "Kepler" genommen und dann Systeme mit zwei bis vier Planeten simuliert. In die Modelle fügten sie jeweils einen weiteren Planeten ein und berechneten, was nach ein paar Millionen Jahren passieren würde. Ergebnis: In den meisten Fällen würden die Planeten irgendwann zusammenstoßen und die größeren die kleineren durch ihre Schwerkraft hinaus ins All schleudern. Das gilt übrigens auch für unser eigenes Planetensystem.

Die Studie ist im "Astrophysical Journal" erschienen.

Quelle: DRadio Wissen

 

 

 

Messenger kommt dem Merkur ganz nah

Meldung vom 15.01.2008 - Der erste Vorbeiflug seit drei Jahrzehnten verlief wie geplant: Die Raumsonde Messenger flog in nur 200 Kilometern am kleinsten Planeten unseres Sonnensystems vorbei, machte Aufnahmen und sammelte Daten. Mit den Ergebnissen lässt sich die Nasa allerdings noch etwas Zeit.

Erstmals seit drei Jahrzehnten hat wieder eine irdische Raumsonde den Planeten Merkur besucht. Dreieinhalb Jahre nach ihrem Start passierte die US-Sonde „Messenger“ den kleinsten Planeten unseres Sonnensystems in nur 200 Kilometern Abstand. Die US-Raumfahrtbehörde Nasa erwartet zahlreiche Bilder und Daten, auch von bisher unerforschten Regionen des Merkurs.

Die Ergebnisse des Vorbeifluges sollen am 30. Januar veröffentlicht werden. Nach einem rund 7,9 Milliarden Kilometer langen Flug soll die Sonde 2011 in eine Umlaufbahn um Merkur einschwenken und den sonnennächsten Planeten unseres Systems ein Jahr lang umkreisen.

Der erste Vorbeiflug am Merkur verlief wie geplant. "Die Raumsonde sammelt weiter Bilder und andere wissenschaftliche Daten, während sie sich nun von der beleuchteten Seite des Merkurs entfernt“, berichtete "Messenger“-Systemingenieur Eric Finnegan von der Johns-Hopkins-Universität in Laurel (US-Staat Maryland).

"Damit dokumentiert sie zum ersten Mal bislang unbeobachtbare Oberflächenregionen des Planeten.“ Die Forscher erhoffen sich von der „Messenger“-Expedition unter anderem Aufschluss über die geologische Geschichte des Merkurs sowie über dessen Magnetfeld, über seinen ungewöhnlich großen Metallkern und mögliche Eisvorkommen an den Polen.

„Messenger“ war im Sommer 2004 vom US-Weltraumbahnhof Cape Canaveral (Florida) gestartet. Wegen der starken Sonnenstrahlung am Merkur und der extremen Hitze ist die Sonde mit einem Schutzschild aus Spezialkeramik ausgestattet. Mit Temperaturen von mehr als 450 Grad Celsius ist Merkur tagsüber ein Glutofen und mit bis zu minus 217 Grad Celsius nachts ein Eisschrank.

Merkur gilt als einer der am wenigsten erforschten Planeten in unserem Sonnensystem. Der Planet ist etwas größer als der Erdmond. Seit der „Degradierung“ des Pluto zum Zwergplaneten ist Merkur der kleinste Planet unseres Sonnensystem. Wie Venus und Mars gehört der Merkur zu den erdähnlichen Gesteinsplaneten. Die Wissenschaftler erhoffen sich von den Daten daher auch Rückschlüsse darauf, wie die Erde entstanden ist. 1974 und 1975 hatte sich die Sonde „Mariner 10“ dem Planeten genähert, dabei war aber stets nur eine Seite Merkurs sichtbar. Deshalb sind bislang nur 45 Prozent der Oberfläche bekannt.

Zur Originalnachricht auf welt.de



Inhalt abgleichen


by Dr. Radut